Falsche Größe als Mangel beim Pferdekauf

Die falsche Größe als Sachmangel beim Pferdekauf

Wann handelt es sich bei der falschen Größe auch um einen Mangel?

Es liegt ein Mangel am Pferd vor, wenn dessen tatsächliche Größe erheblich von der Größenangabe des Verkäufers abweicht (vgl. OLG Stuttgart Urteil vom 08.02.2006, 3 U 28/05).

Es handelt sich auch dann um einen Mangel, wenn das gekaufte zweieinhalbjährige Pferd überraschend ein Fohlen bekommt und dadurch nicht das vom Käufer erwartete Endstockmaß erreicht (AG Schwedt 2007).

Wird in einem Auktionskatalog ein konkretes Stockmaß genannt (im vorliegenden Fall “ca. 1,64 Meter”), dann gilt dies als Zusicherung des Verkäufers. Bei einem Fehlen dieser zugesicherten Eigenschaft haftet der Verkäufer auch dann, wenn in den Auktionsbedingungen einen Gewährleistungsausschluss vorhanden ist (OLG Hamm 1999).

Wie wird die tatsächliche Größe eines Pferdes gemessen?

Die Größe eines Pferdes wird allgemein anhand des Stockmaßes ermittelt. Als Stockmaß bezeichnet man die Größe eines Pferdes, die an der höchsten Stelle des Widerrists gemessen wird.